Home | Bilder | Daten | Geschichten | Links | Gästebuch | Kontakt
Damals gelacht – Keiner geglaubt – Heute erzählt
von Thomas V.
Während der Bereitschaftsstufe I, besonders aber während der Revierfahrt, waren die Maschinenräume besetzt. Dort herrschte beim Maschinenbetrieb sehr starker Lärm, hauptsächlich durch die hohen Töne der Turbolader der Hauptmaschinen. Die Befehlsübermittlung war durch die vorhandene BÜ-Anlage alles andere als leicht und zuverlässig. Der Mann am Fahrstand musste zuerst angerufen werden, dann musste er das Rundumlicht und die Lampe auf seinem BÜ-Kasten sehen, seine Gehörschutzkappen abnehmen und sein BÜ-Geschirr aufsetzen. Das dauerte in der Regel zu lange, deshalb wurden öfter Weisungen direkt von Mann zu Mann übermittelt.
Um nicht immer bis direkt zum Fahrstand laufen zu müssen, hatte sich der WI eine Trillerpfeife besorgt und konnte damit schon am Maschinenraumschott auf sich aufmerksam machen. Diese Pfeife hatte der WI in See stets bei sich.
Auf einer der seltenen Fahrten an der LI und WI zusammen teilnahmen, ereignete sich folgender Vorfall:
WI wachfrei in der Koje schlafend, LI als Freiwächter ebenfalls in der Koje.
Der WI schlief unruhig und träumte von einer Reparatur in der Bilge und dass er eingeklemmt sei. Da sah er im Halbschlaf ein Besatzungsmitglied an den Lüftungsschlitzen der Kammertür vorbei gehen und dachte im schlaftrunkenem Zustand: »Rufen werde ich nicht, aber pfeifen geht!« Nahm die Pfeife aus seiner Tasche und pfiff!
Im gleichen Augenblick waren LI und WI wach.
Die Kommentare vom LI morgens in der Messe sorgten dann auch noch für einige Spaßeinheiten.