ÿþ<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd"> <html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head> <title>KSS Wismar &ndash; Geschichten: &#187;Spring &#252;ber!&#171;</title> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=us-ascii" /> <meta http-equiv="content-language" content="de" /> <meta http-equiv="Copyright" content="Copyright by Webmaster KSS Wismar" /> <meta name="keywords" content="KSS Wismar, 241, K&#252;stenschutzschiff, Wismar, UAW, UAW-Schiff, Volksmarine, Marine, Marinekameradschaft" /> <meta name="description" content="" /> <meta name="robots" content="index, follow" /> <meta name="generator" content="UltraEdit v8.00 + HTML Tidy, see www.w3.org" /> <meta name="date" content="2007-04-28T10:39:31+02:00" /> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="../base.css" /> </head> <body id="MyBody"> <p><a href="../index.html">Home</a> | <a href="../bilder/index.html">Bilder</a> | <a href="../daten/index.html">Daten</a> | <a href="index.html">Geschichten</a> | <a href="../links.html">Links</a> | <a href="../guestbook.aspx">G&#228;stebuch</a> | <a href="../mail.aspx">Kontakt</a></p> <hr /> <h1>Geschichten</h1> <p><strong>Damals gelacht &ndash; Keiner geglaubt &ndash; Heute erz&#228;hlt</strong></p> <hr /> <h2>&#187;Spring &#252;ber!&#171;</h2> <p style="font-style: italic">von Olaf L. und Olaf N.</p> <p>Einem Matrosen an Bord der Wismar hatte es der Klang vorbeifahrender Schlepper besonders angetan. Beim Vorbeiziehen dieser murmelte er stets vertr&#228;umt vor sich hin: &#187;Tuck tuck, tuck tuck, tuck tuck&#171;. Seine Kameraden fanden das so lustig, dass sie daraus f&#252;r ihn einen Spitznamen machten. Mitunter brachte die Gedankenverlorenheit &#187;Tuck Tuck&#171; und die Besatzung in Gefahr, so einmal beim Anlegeman&#246;ver des Schiffes.</p> <p>Beim Anlegen eines gr&#246;&#223;eren Schiffes kann der Kommandant in der Regel nicht bis unmittelbar an die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pier">Pier</a> heranfahren. Um das Risiko von Sch&#228;den zu vermeiden, stoppt er wenige Meter vorher auf. Aus dieser Position werden zun&#228;chst leichte Wurfleinen auf die Pier geworfen, an denen schwere <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Festmacherleine">Festmacherleinen</a> befestigt sind. Das Kommando f&#252;r die &#220;bergabe der Festmacherleinen auf dem Vorschiff lautet: &#187;Vorleine &#252;ber!&#171; und &#187;Vorspring &#252;ber!&#171;, auf dem Achterschiff entsprechend: &#187;Achterleine &#252;ber!&#171; und &#187;Achterspring &#252;ber!&#171;. Je nach Situation sind auch alle Leinen gleichzeitig zu &#252;bergeben, dann hei&#223;t es: &#187;Alle Leinen &#252;ber!&#171; Ist dagegen nur noch die Achterspring &#252;brig, geht es auch k&#252;rzer: &#187;Spring &#252;ber!&#171;. Leinenposten auf der Pier m&#252;ssen die Wurfleinen auffangen, die daran befestigten Festmacherleinen auf die Pier ziehen und auf Pollern belegen. Anschlie&#223;end ziehen Winden das Schiff dicht bis an die Pier.</p> <p>Bei einem Anlegeman&#246;ver war &#187;Tuck Tuck&#171; f&#252;r die &#220;bergabe der Achterspring verantwortlich. Unter Umst&#228;nden kommt dieser Leine eine gro&#223;e Bedeutung zu. Da sich das Schiff mit dem Bug voran und m&#246;glichst spitzem Winkel der Pier n&#228;hert, werden als Erstes die Leinen auf dem Vorschiff &#252;bergeben. Bei ung&#252;nstigen Windverh&#228;ltnissen muss danach schnell die Spring auf dem Achterschiff &#252;bergeben werden, damit nicht der Wind das Heck des Schiffes von der Pier wegdr&#252;cken kann.</p> <p>Als f&#252;r das Achterschiff der Befehl &#187;Spring &#252;ber!&#171; gegeben wurde, muss &#187;Tuck Tuck&#171; wieder einmal nicht ganz bei der Sache gewesen sein. Jedenfalls r&#252;hrte er sich nicht. F&#252;r die Besatzung war das nichts Neues. Direkt an &#187;Tuck Tuck&#171; gerichtet rief der Kommandant deshalb auch gleich noch einmal: &#187;Spring &#252;ber!&#171;. Aus seinem Traum erwacht warf der Matrose die Wurfleine nun aber nicht schwungvoll in Richtung Pier, sondern behielt sie fest in der Hand, nahm den Befehl zum Entsetzen aller w&#246;rtlich und sprang. Da das Heck des Schiffes noch ca. 10 Meter von der Pier entfernt war, konnte er nat&#252;rlich nicht bis auf die Pier springen, sondern landete im Wasser zwischen Schiff und Pier. Das war lebensgef&#228;hrlich, denn noch immer drehte das Schiff leicht in Richtung Pier. Der Kommandant gab sofort die notwendigen Ruder- und Maschinenkommandos, um die Bewegung des Schiffes zu stoppen. Bevor das Anlegeman&#246;ver zu Ende gebracht werden konnte, musste nun erst einmal der zwischen Schiff und Pier schwimmende Matrose aus dem Wasser gefischt werden.</p> <p>Am Ende seiner Dienstzeit wurde aus &#187;Tuck Tuck&#171; noch ein richtiger Stabsmatrose, allerdings nicht an Bord eines Schiffes, sondern auf dem Schie&#223;stand.</p> <hr /> <p style="font-style: italic">von Bernd K.</p> <p>Das Kommando &#187;Spring &#252;ber&#171; sorgte schon bei den alten U-Jägern vom Typ Hai für Irritationen.</p> <p>Als die 216 eines Tages vom Vorposten vor Rügen zurückkehrte, ereignete sich bei Kaiserwetter folgender Vorfall:</p> <p>Der Kommandant wollte ein spektakuläres Anlegemanöver fahren: Ran an die Pier, Schiff aufstoppen und die Leinen von Hand (ohne Wurfleine) übergeben. Alles klappte wunderbar. Unglücklicherweise sollte ein junger Maat als erster seine Leine übergeben.</p> <p>Das Schiff lag einen knappen Meter neben der Pier, der Kommandant sah den Maat an (auf einem Hai keine große Entfernung) und befahl &#187;Spring &#252;ber!&#171;. Der Maat sprang und erreichte problemlos die Pier. Das Manöver aber war gelaufen, der &#187;Alte&#171; stinksauer und ein neuer Anlauf war notwendig.</p> <hr /> <address> <a href="../mail.aspx">Webmaster</a> Letzte &#196;nderung: 2008-02-20&#160;17:38:31<br /> <a href="http://validator.w3.org/"><img src="../valid-xhtml10.gif" alt="Valid XHTML 1.0!" height="31" width="88" style="border: none" /></a> <a href="http://jigsaw.w3.org/css-validator/"><img src="../valid-css.gif" alt="Valid CSS1!" height="31" width="88" style="border: none" /></a> <a href="http://www.w3.org/WAI/WCAG1AAA-Conformance" title="Explanation of Level Triple-A Conformance"><img src="../wcag1aaa.gif" alt="Level Triple-A conformance icon, W3C-WAI Web Content Accessibility Guidelines 1.0" height="32" width="88" style="border: none" /></a> </address> </body> </html>