Home | Bilder | Daten | Geschichten | Links | Gästebuch | Kontakt
Damals gelacht – Keiner geglaubt – Heute erzählt
von Thomas V.
Mitte 1985 waren wir in Swinoujscie während der V–USSG eingefroren und versuchten, im Hafen die Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen. So wurden zwischen den Schiffen Sportvergleiche organisiert.
Im Handball- und Fußballspiel waren unsere Jungs nicht zu schlagen, deshalb organisierte die Führung des sowjetischen Schiffes einen seemännischen Wettkampf.
Die Disziplinen waren 3000-Meter-Lauf, Fenderstoßen, Wurfleinenweitwerfen und »Kampf auf dem Balken«.
Beim Fenderstoßen durften wir und die Polen ihre Leistungen vorlegen, um dann überrascht zu sehen, wie die sowjetischen Matrosen den Fender in einer Art Hammerwurftechnik viel weiter schleuderten. Eine Nachfrage wurde mit Schulterzucken und Übersetzungsfehler beantwortet.
Unsere Jungs warfen sich mit der Wurfleine ein, als die Regeln kurz entschlossen geändert wurden – in Wurfleinenzielwurf. Das Ziel wurde dahin gelegt, wo die Freunde ihre Leistungsgrenze hatte, unsere Würfe gingen alle viel zu weit darüber hinaus.
Beim 3000-Meter-Lauf hatten wir zwei Seesportler dabei, welche Platz 1 und 2 belegten. In der Auswertung wurde dann aber nur der letzte Läufer gewertet. Das war ein Läufer von uns. Und damit waren wir Letzter.
Beim »Kampf auf dem Balken« ging es darum, den Gegner irgendwie von einem Balken zu stoßen. Bei dieser Disziplin waren unsere sowjetischen Waffenbrüder nicht zu schlagen und feierten sich dann auch als Gesamtsieger.
Es wurde sportlich gratuliert!